RTLS-Glossar für Einsteiger

RTLS und Beacon-Technologie: Die wichtigsten Begriffe:

Angle of Arrival (AoA)

Angle of Arrival ist eine Methode zur Berechnung einer Position unter Zuhilfenahmne von Bluetooth Low Energiy-Signalen. Dabei wird nicht nur die Signalstärke in die Berechnung mit eingezogen (siehe RSSI), sondern auch der Winkel, in dem das Signal aufgefangen wird. Mit der AoA-Methode sind sehr genaue Positionierungen im sub-meter Bereich möglich.

API

(englisch application programming interface), wörtlich „Anwendungsprogrammierschnittstelle“, meist kurz „Programmierschnittstelle“ ist ein Programmteil, der von einem Softwaresystem anderen Programmen zur Anbindung an das System zur Verfügung gestellt wird. Eine API wird beispielsweise benötigt zur An- und Einbindung von Daten, die durch eine Beacon-Infrastruktur erhoben wurden, in ein bestehendes Warenwirtschaftssystem o.ä.

Asset Tracking 

meint das Nachverfolgen von Gütern und Waren im zumeist industriellen Einsatz. Auch dieses Tracking nutzt Funktechnik und das Sender/Empfänger-Prinzip. Beim Asset Tracking mit Beacon-Technologie werden die zu trackenden Gegenstände – beispielsweise bewegliches Fabrik-Inventar – mit Beacons oder einem anderen Tag ausgestattet. Moderne Tracking-Systeme setzen zunehmend auf Kombinationen verschiedener Technologien. Mehr über Asset Tracking finden Sie hier oder in unserem kostenlosen Whitepaper.

Bake

eigentlich Funkbake. Meint eine ortsfeste oder mobile Navigationsfunkstelle. BLE-Bake wird als Synonym für Beacon verwendet.

Beacons

Ein Beacon (deutsch Leuchtfeuer) ist ein kleiner Sender, der auf dem Bluetooth-Low-Energy-Standard Signale mit einer Reichweite von bis zu 40 Meter sendet. Beacons senden in einem bestimmten Zeitintervall ein Signal, das vom richtigen Empfangsgerät zugeordnet werden kann. In den meisten Fällen ist das Gerät ein Smartphone oder Tablet mit der passenden App. In dem Signal wird eine ID übermittelt, mit der jeder Beacon identifiziert werden kann. Inzwischen muss zwischen iBeacons (Apple) und Eddystone-Beacons (Google) unterschieden werden. Eddystone-Beacons sind im Zusammenhang mit dem sogenannten Physical Web im Gebrauch und können im Gegensatz zu iBeacons eine URL versenden. Bei sogenannten Audiobeacons ist kein physisches Device gemeint, sondern ein für das menschliche Ohr unhörbares Audiosignal. In das Signal werden ähnlich einem Wasserzeichen Informationen zum Beispiel zum Standort moduliert. Die Technologie wird deshalb auch Audiowatermarking genannt.

Blackwell

Unter diesem Namen vertreibt Favendo seine eigenen hochqualitativen iBeacons. Der Name für für die Beacons (englisch Leuchtfeuer) nimmt Bezug auf den Blackwell-Leuchtturm auf Roosevelt Island vor New York. Entwickelt und produziert werden Blackwell-Beacons nach höchsten europäischen Standards in Deutschland. Blackwell-Beacons sind in der Lage ihre Signale verschlüsselt zu senden und sind mesh-fähig.

Bluetooth

Bluetooth ist ein Industriestandard zur Datenübertragung auf kurzen Distanzen zwischen Geräten per Funktechnik. Mit Hilfe dieses Standards lassen sich Geräte auf eine Entfernung von etwa zehn Metern miteinander vernetzen. Maximale Reichweiten von 75 Metern können erreicht werden. Bluetooth meint heute im Zusammenhang mit Location-based Services immer Bluetooth Low Energy (BLE). BLE zeichnet sich im Vergleich zum klassischen Bluetooth durch einen deutlich verringerten Energieverbrauch aus. Das Betriebssystem Android unterstützt BLE ab der Version 4.3 (Mitte 2013). Apples Betriebssystem iOS unterstützt BLE seit iOS 5. BLE ist der Funkstandard mit dem Beacons kommunizieren.

Commander

Unter diesem Namen vertreibt Favendo den Software-Part seiner Gesamtlösung. Favendos Commander besteht aus Back-End, Web-Oberfläche, dem Commander-SDK und dem optionalen  MapView-SDK. Commander ist multi-mandantenfähig und kann verschiedene Apps gleichzeitig ansprechen. Das Lösungspaket umfasst außerdem eine optionale Whitelabel-App mit vorinstalliertem Map-SDK. Herzstück ist der Commander Location Engine (siehe IPS).

Deployment

Die Planung und Installation einer Beacon Infrastruktur.

Eddystone

Das Bluetooth Low Energy Beacon Profil Eddystone wurde 2015 von Google als Gegenentwurf zu Apple’s iBeacon vorgestellt. Dabei ist zu beachten, dass es sich nicht um eine Hardware, sondern um ein Softwareprotokoll, das auf Beacons aufgespielt wird, handelt. Benannt wurde das System, das als Open-Source-Programm veröffentlicht wurde und damit auf verschiedenen Plattformen eingesetzt werden kann, nach einem berühmten Leuchtturm vor der Küste Cornwalls, denn das Signal des Beacons ist genauso simpel wie das eines Leuchtturms und geht ebenfalls nur in eine Richtung. Empfangen werden kann es von allen Bluetooth-fähigen Geräten. Die Google-Lösung ermöglicht es dabei, per Beacon nicht nur eine ID sondern auch ganze Webadressen zu senden. Das Protokoll wird von Google nicht mehr offiziell unterstützt.

Fingerprinting

Eine Möglichkeit der Positionsbestimmung mittels WLAN-Infrastruktur. Anstatt die Distanz zwischen Objekten und Referenzpunkten zu ermitteln, gleicht die Fingerprint-Technik charakteristische Übereinstimmungen von Signalen wie etwa RSSI (Received Signal Strength Indication) und MAC-Adresse (Media-Access-Control) ab. Dazu wird zunächst eine als „Karte“ fungierende Datenbank mit den Charakteristika der vorhandenen WLAN-Signale an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit erstellt. In der Regel werden von WLAN-Routern ausgestrahlte „Broadcasts“ aufgezeichnet.

Das Smartphone sendet im späteren Betrieb die innerhalb der WLAN-Infrastruktur empfangenen Signale an einen Server. Dort wird die Signalstärke mit den in der „Karte“ hinterlegten Signalstärken abgeglichen und daraufhin die Position abgeschätzt. Diese wird wiederum kontinuierlich auf das Smartphone zurückgesendet.

Firmware

Unter Firmware versteht man Software, die in elektronischen Geräten eingebettet ist. In diesem Fall ist es das „Betriebssystem“ des Beacons.

Gateway

(von englisch Durchgang) bezeichnet allgemein eine Übergabestelle und meint vor allem ein Vermittlungsgerät bei Rechnernetzen bzw. eine Komponente (Hard- und/oder Software), welche zwischen zwei Systemen eine Verbindung herstellt. Die Bezeichnung Gateway impliziert, dass die weitergeleiteten Daten bearbeitet werden. In der Beacon-Technologie fungieren beispielsweise die von Favendo eingesetzten sogenannten „Controller“, die die Beacon-Signale empfangen und an einen Server weiterleiten, als Gateways.

Geofencing

Geofencing ist ein Kunstwort aus geographic (engl. geographisch) und fence (engl. Zaun). Durch Geofencing kann z.B. eine Wegfahrsperre aktiviert werden, wenn ein Auto eine definierte Zone verlässt. Die Zone kann z.B. eine Baustelle, ein Festivalgelände oder eine definierte Zone innerhalb eines Gebäudes sein.

Geotargeting

Von Geotargeting (analog Zonenalarm) spricht man, wenn Aktionen wie Push-Benachrichtigungen nicht an einem bestimmten Punkt, sondern beim Betreten, Verlassen oder Verweilen in definierten Zonen, z.B. im Eingangsbereich einer Ausstellung, ausgelöst werden sollen. Betritt z.B. ein Festivalbesucher, der die entsprechende App installiert hat, das Festivalgelände und damit den definierten Funksignalradius, wird eine Push-Benachrichtigung auf seinem Smartphone ausgelöst. Dies ist unabhängig von dem Punkt, an dem er durch den imaginären Zaun geht.

Granularität

Mit dem Begriff Granularität wird oftmals einfach die Genauigkeit der Positionierung umschrieben. Häufig wird unterschieden zwischen Anwesenheits-, Zonen- und Positionstracking. Im ersten Fall kontrolliert das System ausschließlich, ob ein Asset „da“ ist, sich also im Gebäude befindet. Im zweiten Fall kontrolliert das System, ob sich ein Asset innerhalb einer bestimmten Zone befindet (siehe Geofencing). Beim Positionstracking wird die genaue Position des Assets konstant nachverfolgt.

iBeacon

Ein Beacon (deutsch für Leuchtfeuer) ist ein kleiner Sender der auf dem Bluetooth-Low-Energy-Standard Signale mit einer Reichweite von bis zu 40 Meter sendet. Beacons senden in einem bestimmten Zeitintervall ein Signal, das vom richtigen Empfangsgerät zugeordnet werden kann. In den meisten Fällen ist das Gerät ein Smartphone oder Tablet mit der passenden App. In dem Signal wird eine ID übermittelt, mit der jedes Beacon identifiziert werden kann. Es wird zwischen den Standards  iBeacons (Apple) und Eddystone-Beacons (Google) unterschieden. Eddystone-Beacons sind im Zusammenhang mit dem sogenannten Physical Web im Gebrauch und können im Gegensatz zu iBeacons eine URL versenden.

Industrial IoT

1999 bezeichnete der britische Technologie-Forscher und Miterfinder des RFID-Chips am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), Kevin Ashton, mit dem Begriff  „IoT“ die Verbindung physischer Dinge mit einer Struktur aus virtuellen Repräsentationen. Sebastian Berg, Wissenschaftler an der RWTH Aachen, zieht dagegen das deutsche Synonym „Industrie 4.0“ vor. Während das amerikanische „Internet der Dinge“ mehr nach Produkten frage, steht bei Industrie 4.0 die Produktion im Vordergrund. Inzwischen etabliert sich für Industrie 4.0 außerdem parallel der Begriff  IIoT – Industrial Internet of Things.

Indoor-Navigation

im Englischen auch Indoor Navigation oder Wayfinding, meint das flexible Führen und Navigieren von Personen innerhalb einer Infrastruktur mithilfe eines elektronischen Ausgabegeräts. Analog zu Systemen für den Außeneinsatz wird dem Benutzer seine Route zu einem bestimmten Punkt auf einem Screen angezeigt bzw. vom Ausgabegerät angesagt. Mehr über Indoor Navigation finden Sie hier.

Infrastruktur

Die Beacon-Installation in einem Gebäude oder einem definierten Areal wird gemeinhin als Beacon-Infrastruktur bezeichnet. Der Begriff umfasst die gesamte eingesetzte Software, Hardware und Firmware.

IoT

Abkürzung für Internet of Things, deutsch Internet der Dinge, 1999 bezeichnete der britische Technologie-Forscher und Miterfinder des RFID-Chips am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), Kevin Ashton, mit dem Begriff  „IoT“ die Verbindung physischer Dinge mit einer Struktur aus virtuellen Repräsentationen. Sebastian Berg, Wissenschaftler an der RWTH Aachen, zieht dagegen das deutsche Synonym „Industrie 4.0“ vor. Während das amerikanische „Internet der Dinge“ mehr nach Produkten frage, steht bei Industrie 4.0 die Produktion im Vordergrund.

Indoor Positioning System (IPS)

Ein System zur Positionierung von Personen oder Objekten in Innenräumen. Analog werden manchmal Indoor Locating System oder Real Time Locating System oder Indoor Location Application Platforms (ILAP) benutzt. Herzstück eines IPS ist der/die Location Engine, der Teil des Systems in dem Sensordaten in Positionsdaten umgewandelt werden.

Location-based Services 

Deutsch für standortbezogene Dienste. LBS sind mobile Dienste, die unter Zuhilfenahme von positionsabhängigen Daten dem Endbenutzer für ihn in diesem Moment und an diesem Ort relevante Inhalte auf dem Smartphone bereitstellen oder Dienste anderer Art erbringen. Location-based Services kommen in vielen Branchen zum Einsatz, so im Retail/stationären Handel, im Verkehrswesen, im Tourismus und als Baustein einer erfolgreichen Digitalisierung in der Industrie 4.0.

Mesh

kurz für Mesh Beacons. Diese unterscheiden sich von „herkömmlichen“ Bluetooth Geräten dadurch, dass sie nicht mehr nur Point-To-Point-Verbindungen, etwa zwischen Smartphone und Soundbox, kennen, sondern mit dem Mesh-Netzwerk-Protokoll sogenannte Many-To-Many-Verbindungen aufbauen können. Die Datenpakete können nicht nur über ein oder zwei Geräte geleitet werden, sondern die Spezifikation der SIG für Bluetooth LE Mesh sieht 32.000 vernetzte Geräte vor.

Multi-Mode Tracker

Multi-Mode Trackern sind Asset Tags (siehe Tag) von Favendos Channel-Partner Actility/Abeeway. Diese Tags können verschiedene Funktechniken nutzen, sind also nicht auf BLE beschränkt. Deshalb eigenen sie sich besonders für den Einsatz im Außenbereich. Ihre volle Stärke spielen sie in Kombination mit LoRaWan-Antennen aus. Mehr Informationen zu Multi-Mode Trackern finden Sie hier.

Omlox

Omlox ist der Name einer Initiative, um den ersten weltweiten offenen Standard für Lokalisierungstechniken (insbesondere UWB) zu schaffen. 60 Unternehmen haben sich zu diesem Zweck 2020 zusammengeschlossen.

On-Premises / On-Prem

Fälschlich oft auch On-premise. On-Prem meint Software, die lokal ausgeführt wird bzw. bezeichnet ein Lizenzmodell für serverbasierte Computerprogramme. Erst seitdem die lokale Nutzung zunehmend von Software as a Service (SaaS) oder Cloud Computing verdrängt wird, ist der Gegenbegriff zu „cloud-basiert“ entstanden. Im Bereich RTLS sind on-prem Lösungen vor allem für den autarken Einsatz auf Kreuzfahrtschiffen relevant und dort, wo der Nutzer sehr hohen Wert auf Datensicherheit legt.

Proximity Marketing

Proximity Marketing (analog auch Bluetooth-Marketing) meint die orts- und zeitbasierte Bereitstellung von Inhalten wie Informationen oder werblichen Inhalten (Angebote, Gutschriften) auf dem Device eines Nutzers. Proximity Marketing gehört zu den RTLS oder LBS. Mehr Informationen über Proximity Marketing finden Sie hier.

Packet

Deutsch für Paket. Ein Datenpaket oder einfach „Paket“ ist in ganz allgemein eine Bezeichnung für in sich geschlossene Dateneinheiten, die ein Sender einem Empfänger (einem Beaconcontroller) sendet.

Push/Pull-Prinzip

Push bezeichnet das Prinzip von iBeacons. Pull bezeichnet das Prinzip der Eddystone-Beacons. Als Beispiel: In einer iBeacon-Installation, beispielsweise in einem mit iBeacons ausgestatteten Einkaufszentrum, werden aufgrund der Position des Empfängers bestimmte Aktionen auf dessen Smartphone ausgelöst. Ein Kunde vor einem Schuhgeschäft bekommt zum Beispiel automatisch eine Push-Nachricht mit einem speziellen, auf ihn zugeschnittenen Angebot. Voraussetzung dafür: Der Kunde hat die App des Geschäfts auf seinem Device installiert.

Im Gegensatz dazu findet der Kunde beim Pull-Prinzip vor dem Geschäft in der Nachrichtenzentrale seines Smart Device einen Hinweis auf weiterführende Inhalte im Physical Web in Form einer URL. Dies könnte beispielsweise eine spezielle Landingpage mit weiterführenden Angeboten des Schuhgeschäfts sein. Der Nutzer muss selbst aktiv werden, und den Link zur Landingpage öffnen, er muss die Inhalte „pullen“.

Ein großer Vorteil liegt darin, dass die hierzu nötige App, bei iPhones der Chrome-Browser, in den allermeisten Fällen bereits auf dem Device des Users geladen ist. Eine gesonderte App des werbenden Geschäfts ist also nicht nötig.

Physical Web

Das Physical Web ist ein von Google gegen Ende 2014 als Open Source Technologie entwickelter Ansatz, der dazu dient, die physische und die Webwelt besser zu verknüpfen. Dadurch sollen Smartphone-Nutzer die Möglichkeit haben, mit Gegenständen oder Orten in ihrer Umgebung interagieren zu können, ohne dass dafür eine App nötig ist. Einer der Grundbausteine des Physical Web ist die Eddystone-URL.

Positionierung

Bezeichnet die Möglichkeit, den Standort bzw. die Position einer Person oder eines Gegenstands (Assets) festzustellen. Eine Übersicht über verschiedene Technologien, die Positionierung insbesondere in Innenräumen ermöglichen, finden Sie hier.

Positionierungsgenauigkeit

Mit BLE-Beacons ist eine Genauigkeit von drei bis fünf Metern garantiert. VLC erreicht eine Positionierung bis auf 30 Zentimeter. Welche Technologie zum Einsatz kommen soll, hängt deshalb entscheidend davon ab, was Sie mit einer Positionierung erreichen möchten. Siehe auch Granularität.

Push Nachricht

Auch Push-Benachrichtigung: Push-Benachrichtigungen sind Meldungen, die ohne das Öffnen der jeweiligen App auf dem Smartphone erscheinen. Auch in der geöffneten App können Push Nachrichten empfangen werden. Verbraucher zeigen gegenüber Marketingmaßnahmen via sog. InApp-Push eine höhere Akzeptanz.

PropTech (auch Property Tech)

steht in der Definition für moderne technologische Entwicklungen und Disruption im kommerziellen Gebäudemanagement. PropTech umfasst sowohl eine Digitalisierung der Verwaltung als auch den Einsatz von Location-based Services/RTLS und Sensor-Technologie in der Gebäudesteuerung.

RFID

Steht für Radio-Frequency Identification. RFID bedeutet radio-frequency identification. Diese in der Logistik sehr anwendungsstarke Technologie ermöglicht eine automatische und berührungslose Identifikation und statische Lokalisierung. Ein RFID-System besteht aus einem Transponder und einem Lesegerät. Auf dem Transponder – auch Funketikett oder RFID-Tag – können Daten gespeichert werden. In den RFID-typischen Anwendungen wie Zugangskontrollen oder im Lager- und Logistikbereich liegt die Reichweite typischerweise bei 0,5 bis drei Metern.

RSSI

RSSI steht für Received Signal Strength Indicator und bezeichnet eine Methode zur Berechnung der Position mit Hilfe von BLE-Signalen. Analog wird auch der Begriff Beaconing verwendet. RSSI ist die Standard-Positinierungsmethode in zahlreichen IPS und RTLS. Mit RSSI werden Genauigkeiten von 1 bis 3 Meter erreicht. Für diese Genauigkeit wird analog auch der Begriff „raumgenau“ verwendet. Die Methode ist ausreichend, um sogar eine Indoor Navigation in Gebäuden zu realisieren.

RTLS

Kurz für Real Time Location Solutions oder Real Time Location System. Die Abkürzung folgte auf Location-based Services und wird besonders für den Einsatz von standort bezogenen Diensten im industriellen Umfeld verwendet. Hier insbesondere für Tracking-Lösungen, sowohl für Asset Tracking als auch Personen Tracking. Zudem ist der Begriff nicht auf Innenräume beschränkt.

SDK

Ein Software Development Kit (SDK) ist eine Sammlung von Programmcode(-bestandteilen). Diese Programmcodebestandteile können in bereits bestehende Programme integriert werden. Die Services von Favendo (Asset Tracking, Proximity-Marketing, Positionierung/Navigation, Analytics) können als SDK schnell und unkompliziert in Drittsysteme integriert werden.

Standortbezogene Dienste

Standortbezogene oder standort basierte Dienste (englisch Location-based Services) sind mobile Dienste, die unter Zuhilfenahme von positionsabhängigen Daten dem Endbenutzer für ihn in diesem Moment und an diesem Ort relevante Inhalte auf dem Smartphone bereitstellen oder Dienste anderer Art erbringen. Standortbasierte Dienste kommen in vielen Branchen zum Einsatz, so im Retail/stationären Handel, im Verkehrswesen, im Tourismus und als Baustein einer erfolgreichen Digitalisierung in der Industrie 4.0. Heute auch oft RTLS (Real Time Location Solutions) insbesondere im industriellen Umfeld.

Solution Provider

Unternehmen wie Favendo stellen nicht nur Hardware zur Verfügung, sondern entwickeln in Zusammenarbeit mit dem Kunden maßgeschneiderte RTLS Lösungen für ein bestimmtes Problem. Und dies auf Basis der jeweils geeignetsten Technologie. Bei der Wahl des Providers sollte deshalb auf sensor-agnostische Lösungen geachtet werden. D.h. dass dem Provider mehr als eine Standard-Technologie zur Verfügung steht und er gegebenenfalls verschiedene Sensoriken in seiner Lösung kombinieren kann. Favendo arbeite hauptsächlich mit Bluetooth Low Energy unterhält aber ebenso Partnerschaften mit UWB und LoRaWan-Spezialisten.

Tag (Asset Tag/Location Tag)

Sprich Täg: In diesem Zusammenhang ein an einem Objekt angebrachter Beacon oder anderer (Funk)-Sender.

UWB

UWB steht steht für Ultra Wideband und bezeichnet wie BLE eine für RTLS geeignete Nahfunktechnik. Mit Hilfe von UWB ist eine sehr genaue Positionierung möglich. Die Kosten für die Hardware und für die Einrichtung der Sensor-Infrastruktur überschreiten erheblich die Kosten für ein BLE-System. Zudem ist nur in wenigen industriellen Anwendungen eine derart hohe Granularität nötig. Bei Anwendungsfällen, die eine extrem hohe Positionierungsgenauigkeit voraussetzen, arbeitet Favendo mit Marktführer Quuppa zusammen.

UUID

Die UUID (Universally Unique Identifier) ist ein in der Softwareentwicklung gängiger Standardidentifikator. Mit Hilfe der UUID können alle Beacons eines Netzwerks identifiziert werden. Beispielsweise werden unter der UUID alle Beacons unter der Kontrolle eines bestimmten Betreibers von Einkaufszentren zusammengefasst. Die Major-ID bezeichnet dann alle Beacons innerhalb eines bestimmten Einkaufszentrums, die Minor-ID einen ganz bestimmten Beacon innerhalb des Einkaufszentrums.

VISIBLE LIGHT COMMUNICATION (VLC)

VLC wurde von Philips Lighting (jetzt Signify) zur Marktreife entwickelt. Philips nennt die Positionierung via Lichtsignale Indoor Positioning System (IPS). Das IPS nutzt LED-Leuchten zur lokalen Navigation und Informationsübertragung. Deren Lichtsignale übertragen eine für jede Leuchte individuelle Codierung, die für die Smartphone-Kamera, nicht aber für das menschliche Auge wahrnehmbar ist. Die App kann aus den empfangenen Signalen der Leuchten die jeweils aktuelle Position des Smartphones auf 30 Zentimeter genau bestimmen.

Damit die Technik zur Navigation genutzt werden kann, muss allerdings eine ständige „Sichtverbindung“ zwischen Handykamera und Lichtquelle bestehen. Der Datenstrom ist bei reiner VLC zudem eine Einbahnstraße. Das bedeutet, dass keine Daten über Kundenbewegungen gewonnen werden können. Philips ist deshalb dazu übergegangen, VLC mit Bluetooth-Technologie zu kombinieren.

Neben weiteren Location-based Services ist es in dieser Kombination möglich, trotz unterbrochener Sichtverbindung – wenn das Handy beispielsweise in der Tasche ist – zu positionieren und zu navigieren. Aufgrund der hohen Positionierungsgenauigkeit lässt sich mit VLC/IPS erstmals eine regal- und produktgenaue Navigation verwirklichen, wie sie besonders im Lebensmitteleinzelhandel nötig ist.

WLAN

Die Abkürzung für Wireless Local Area Network bezeichnet ein lokales Funknetz zur Datenübertragung.  WLAN kann auch zur Positionierung genutzt werden. Die Genauigkeit der Positionierung liegt bei fünf bis 15 Metern. Unter Idealbedingungen wäre eine auf 0,5 m genaue Ortung möglich. Diese werden allerdings in der Praxis nie erreicht. Zur Positionierung hat sich WLAN aus verschiedenen Gründen nicht durchgesetzt.

Bei der Positionierung per WLAN misst der Empfänger (Smartphone, Tablet) die Signalstärke einer Vielzahl von im Gebäude positionierten Hotspots. Durch Trilateration und/oder Fingerprinting wird daraus die Position ermittelt. Der größte Vorteil dieser Technologie ist, dass eine WLAN-Infrastruktur – bestehend aus Accesspoints und beispielsweise netzwerkfähigen Geräten wie WLAN-fähigen Kassensystemen – in vielen Fällen bereits vorhanden ist und keine neue Infrastruktur aufgebaut werden muss.

Die Vorteile werden von zahlreichen Nachteilen überwogen. So wird die Ortung via WLAN von Endgeräten ab iOS Version 4.3 nicht unterstützt. Inzwischen ist bereits die Betriebssystemversion 11 aktuell. Eine hohe Zahl von Nutzern ist also bereits durch die technischen Voraussetzungen ausgeschlossen. Die Kalibrierung der Positionsbestimmung muss zudem über Referenzmessungen im Vorfeld erfolgen, was eine Installation extrem aufwändig macht.

Zonenalarm

siehe Geotargeting.


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Favendo ist der zuverlässige Partner für herausragende Real Time Location Services. Unser Team ist liefert termingerecht effektive Lösungen für  Kreuzfahrtindustrie, große Einkaufszentren, öffentliche Gebäude und Gebäudemanagement. Lernen Sie Favendo kennen.