iBeacon use cases – Beacons aufhängen und Angebote pushen war gestern

iBeacon use cases beschränken sich im Bewusstsein vieler Entscheider noch immer auf den Bereich Retail und hier vor allem auf das Auslösen von ortsrelevantem Content auf dem Kundenhandy via iBeacon. Das ist verständlich, denn diese leicht umzusetzende Grundfunktion wurde in den frühen Jahren der Technologie stark promotet. Auch, weil sie sich leicht erklären lässt. Aber es ist falsch, iBeacon use cases darauf zu beschränken.

Tatsächlich finden sich Anwendungen für Location based Services die auf der iBeacon Technologie basieren längst in vielen anderen Branchen. Und die für diese Branchen entwickelten Anwendungen befruchten wiederum den Retail. Wenn man sie lässt. Entwickler und Kunden müssen den Mut zu Kreativität zeigen und sich auch von branchenfremden iBeacon use cases inspirieren lassen. Denn das Potential von iBeacon use cases für den Retail ist auch fünf Jahre nach der Einführung als proprietärer Standard zur Lokalisierung in geschlossenen Räumen noch lange nicht erschöpft.

useen und Freizeitanlagen nutzen iBeacons um virtuelle Führer anzubieten. Sportstätten in den USA und in Europa – wie die SAP Arena in Mannheim – bieten ihren Besuchern standortbasierte Dienste wie Indoor Navigation an. Die Möglichkeit, mit Hilfe von iBeacons den Standort und Bewegungsdaten von Gütern, Waren und Produktionsmitteln auch überall dort nachzuverfolgen, wo GPS nicht funktioniert, eröffnet Anbietern von Location based Services den Markt der Industrie 4.0 und erschließt standort basierten Diensten das IoT (Internet of Things). Zu den iBeacon use cases zählt in der Logistik das Supply Chain Management. Viele hilfreiche Anwendungen für Location based Services finden sich weiterhin im Bereich Gebäudemanagement und Gebäudesteuerung. Hier starten die im deutschen Mittelstand versteckten Global Player wie beispielsweise Phoenix Contact gerade richtig durch. Der gesamte Proptech Markt ist elektrisiert von den Möglichkeiten der kleinen Funksender. Ebenso wie die Anbieter von Business-Intelligence- und Business-Analytics-Anwendungen, die die über Location based Services gewonnenen Daten direkt in ihre Produkte integrieren wollen. Die dadurch realisierbare datengetriebene und personalisierte Out-of-Home-Werbung ermöglicht wiederum völlig neue Wege der Web-to-Store-Kampagnen.

Ein best-of aller genannten Anwendungen im Retail vereint im Sinne einer optimalen Performance die gegebenen technischen Möglichkeiten, (End-)Kundenbedürfnisse und die Anforderungen der Infrastrukturbetreiber. Bei entsprechender Erfahrung des Location-based Services Anbieter lässt sich eine iBeacon-Infrastruktur für Marketingmaßnahmen und Gebäudesteuerung gleichzeitig einsetzen. Aber dazu müssen die Anbieter über die Erfahrung einer breiten Palette umgesetzter iBeacon use cases verfügen. Dem steht entgegen, dass sich viele Location based Services Anbieter aus ihrer kurzen Geschichte heraus – und oftmals unter dem Druck von Investoren – zu Spezialisten für ein oder zwei Segmente entwickelt haben und sich heute entweder umorientieren müssen oder sich entsprechende Partner suchen und deren Knowhow und Technologie – mit allen bekannten Schwierigkeiten, die solche Prozesse mit sich bringen – integrieren müssen. Der Ansatz, die eigene Hard- und Software-Technologie so universell einsetzbar wie möglich zu halten, erweist sich unter diesem Aspekt jetzt als entscheidender Vorteil. Nur Unternehmen, die sich von Anfang an als Full-Service-Lösungsanbieter verstanden haben, werden die immer komplexer werdenden kombinierten Anforderungen im Retail bewältigen können. Denn Beacons aufhängen und Angebote pushen war gestern.