Favendo GmbH treibt Digitalisierung des thüringischen Mittelstands voran

In den vom Thüringer Wirtschaftsministerium ausgeschriebenen Ideenwettbewerben „Digitale Innovation“ und „Digitale Plattformen“ setzte sich jetzt das im September eingereichte „Connected Commerce – Goethe four zero“-Konzept von Favendo durch.

Bamberg/Jena – 17.01.2017

Als Konsortialführer wird das Unternehmen gemeinsam mit weiteren thüringischen Innovationstreibern in der Jenaer Goethe Galerie zeigen, wie sich die Vorteile des Onlineund des stationären Handels mit Hilfe von sogenannten „Location-based Services“ – standortbezogenen Diensten – verbinden lassen. Die Goethe Galerie befindet sich im Zentrum der Universitätsstadt Jena und vereint auf einer Verkaufsfläche von über 29.000 Quadratmetern 80 Geschäfte. Hinter dem Begriff „Location-based Services“ verbergen sich Dienste, die dem Kunden unter Zuhilfenahme von positionsabhängigen Daten selektive, für ihn maßgeschneiderte Informationen bereitstellen – zumeist auf einem Smartphone. Außerdem ermöglichen sie eine Vielzahl weiterer Vorteile für Kunden und Geschäftsinhaber. Handels-Experten weltweit sehen in der Verzahnung von Online- und stationärem Handel die Zukunft: „Wir können im stationären Handel nicht auf der Stelle treten. Wir wissen um die neuen Technologien und wollen bei der Entwicklung vorn dabei sein“, begründet Centermanager Michael Holz, warum sich die Einkaufsmeile am Projekt beteiligt. „Die hohe Kunst ist es, die richtige Information im richtigen Moment an den richtigen Kunden zu bringen.“ Das Konsortium wird unter anderem eine Indoor-Navigation mit Hilfe von Bluetooth-LowEnergy-Sendern verwirklichen, die den Besucher über eine Karte auf dem Handy komfortabel zum gewünschten Geschäft oder barrierefrei zum Wickelraum führt. Der Besucher soll außerdem von maßgeschneiderten Angeboten profitieren können, die ihm auf dem Handy über eine App zur Verfügung gestellt werden.

Der Händler erhält im Gegenzug einen Überblick über das Kauf- und Besuchsverhalten des Kunden und kann sein Sortiment und Serviceangebot noch genauer auf seine Kunden abstimmen. Das Projekt ist als Innovationshub und als Testareal für die zukünftige Implementierung im stationären Handel gedacht und wird mit Mitteln aus den Projektfonds „Digitale Innovation“ und „Digitale Plattformen“ unterstützt, die das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft zur Verfügung stellt. Favendo-Projektleiter Martin Eckart: „Wir sind sehr froh, dass wir das Ministerium mit unserem Konzept begeistern konnten. Für uns bietet sich dadurch die Möglichkeit, unsere Systeme und Lösungen in einem echten Umfeld zu installieren, zu entwickeln und zu etablieren. Und das in unserer Heimatstadt! Wir haben die Riesenchance zu zeigen, wie leistungsfähig die Thüringer Digitalindustrie ist.“ Digitalisierung sieht Eckart als einen allumfassenden Ansatz zur Bewältigung der Herausforderungen vor denen Einzelhändler, aber auch Infrastrukturbetreiber durch den eCommerce stünden. Eine Betrachtung aus der Sicht der Kunden sei dabei unerlässlich. Digitale Innovationen, die eine hohe Kundenorientierung sicherten, seien dabei nicht nur hilfreich, sondern absolut notwendig. Die Favendo GmbH verfügt bereits über weitreichende Erfahrung in der Location-based Services-Technologie und stattet zahlreiche Shopping-Malls vor allem im europäischen Ausland mit ihrer Technologie aus. Der Unterschied sei, dass das aktuelle Konzept alle Lösungen in einem einzigen Projekt bündelt, so Eckart. Neben der Goethe Galerie und ausgewählten Einzelhändlern sind die emgress GmbH, die TDSoftware GmbH und Kids Interactive an dem Leuchturm-Projekt beteiligt. Apropos Leuchturm: Der gebräuchliche Fachbegriff für die Sender, mit denen das Shopping-Center im Herzen Jenas ausgestattet wird, lautet „Beacons“ – Leuchtfeuer. Auch diese für die Umsetzung des Projekts nötige netzwerkfähige Hightech-Hardware wird in Thüringen produziert.