Personentracking: Die „Sender-Lücke“ schließen

Personentracking wird in vielen Industrien und Branchen aus nachvollziehbaren Gründen immer wichtiger. Es ist zum einen ein Instrument, um die eigene Belegschaft im Krisenfall oder bei Unfällen zu schützen, zum anderen verhindert es auch das unbefugte Eindringen von Personen in Räume oder Gebäudeteile. Diese Funktion kann Personen Tracking sogar erfüllen, wenn die unbefugte Person NICHT mit einem Sender ausgestattet ist.

Im Normalfall benötigt die zu trackende Person, deren Bewegungen nachvollzogen werden sollen einen sogenannten Tag. Dieser sendet Signale, die von Gateways oder Empfangsgeräten aufgenommen und zumeist über WiFi an ein Backend weitertransportiert werden. Das Backend gibt nahezu in Echtzeit Positionsdaten aus. Dieses Tag kann beispielsweise in ein Wearable/Wristband integriert sein, wie es auf Kreuzfahrtschiffen oder in anderen touristischen Einrichtungen seit langem üblich ist.

Bei industriellen Einsatzbereichen würde man eher auf einen Mitarbeiter- oder Besucherausweis ausweichen. Dies ist möglich durch sogenannte Cardbeacons, die ungefähr Scheckkartenformat haben. Natürlich ist jedes Tag einer bestimmten Person zugeordnet und selbstverständlich lassen sich dieser Person im Backend bestimmte Berechtigungen zuteilen.

Ist BLE Personentracking ein geeignetes Sicherheitsinstrument?

Eine gravierende Sicherheitslücke entsteht beim Personentracking in dem Fall, wenn sich Personen Zutritt zu den überwachten Gebäudeteilen verschaffen, ohne einen Tag zu tragen. Für die BLE-Infrastruktur sind sie ohne Sender unsichtbar. Das bedeutet, um eine vollständige Überwachung zu gewährleisten, muss eine Möglichkeit geschaffen werden, auch solche Personen zu identifizieren. Dazu muss die Tracking-Infrastruktur durch eine weitere Technologie ergänzt bzw. mit dieser kombiniert werden. Bewegungsmelder oder optische Erkennungssysteme bieten sich dazu an. Diese erkennen zwar Personen oder registrieren Bewegungen, können aber – außer durch komplexe und immer noch leicht auszuhebelnde Gesichtserkennungssoftware – nicht unterscheiden, ob die Person für den überwachten Bereich befugt ist oder nicht.

Was keine Technologie alleine schafft, wird durch die Kombination mit einem Bluetooth basierten Personen-Tracking möglich. Ein Ausschlussalgorithmus schließt die Sender-Lücke. Das optische System erkennt eine Person oder eine Bewegung im Raum und meldet dieses Ereignis ans Backend. Dort wird abgeglichen, ob von der Person BLE-Signale gesendet werden. Wenn der Abgleich ergibt, dass keine Signale von der Position empfangen werden, können auch automatisiert weitere Maßnahmen eingeleitet, beispielsweise der Werkschutz informiert werden. Wenn BLE-Signale registriert werden, heißt dies, dass sich eine Person mit Tag dort aufhält. Zusätzlich werden die Berechtigungsstufen abgeglichen. Fällt dieser Abgleich negativ aus, können wiederum sämtliche sicherheitsrelevanten Maßnahmen eingeleitet werden.

Mit Hilfe von optischen Erkennungssystemen ist es auch möglich, nicht nur Räume, sondern Zonen innerhalb von großen Flächen auf unbefugtes Betreten hin zu überprüfen. Statt physikalischer Barrieren mit einem einzigen Durchgang, der immer zum Flaschenhals für die berechtigten Personen werden wird, können so unsichtbare Grenzen gezogen werden, die von Befugten an jeder Stelle, von Unbefugten aber nicht unbemerkt übertreten werden können.

Flexible Schnittstelle ist beim Personentracking entscheidend

Die Herausforderung liegt in der Zusammenführung der Daten der beiden Systeme, die in einem Backend integriert werden müssen. Wichtig ist deshalb eine flexible Schnittstelle. Viele Anbieter von Tracking-Lösungen setzen aber konsequent auf geschlossene Systeme. Favendos Commander-Backend ist dagegen standardmäßig mit einer offenen JSON/REST Push/Pull-API ausgestattet, die die Integration der Daten in andere Systeme ermöglicht und die die Favendo-Lösungen gleichzeitig für die Integration von Daten aus anderen Systemen öffnen.  Zusätzlich kommunizieren unsere Lösungen über das De-facto-Standard-M2M-Nachrichtenprotokoll MQTT, um Sensorinformationen zu übertragen und alle Dienste in Abhängigkeit von Echtzeit-Standortdaten zu ermöglichen.

So ist es am Ende erst die flexible Schnittstelle, die die Sender-Lücke effektiv schließt.  


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